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Der „Arme-Patienten-Fond“

eine Hilfe für die Menschen in Uganda

 

Bereits seit vielen Jahren engagiert sich die Arbeitsgruppe Mission – Entwicklung – Frieden der Pfarrei St. Anna–St. Raphael für mehr Solidarität und Gerechtigkeit auf der Welt. Als Christen möchten wir den Blick für unsere Verantwortung für ein menschenwürdiges Leben aller Menschen wach halten.


Im Jahr 1997 gründete sich der „Poor-Patients-Fond“ PPF (Arme-Patienten-Fond) im Lubaga-Krankenhaus in Kampala Uganda, der mittellose Patienten in Uganda unterstützt. Mittlerweile konnten bereits ca. 1000 Menschen durch den Fond unterstützt werden.


Leider findet aber nicht jedes Schicksal einen glücklichen Ausgang und so bedauern wir den Tod von Frau Natulinda Scovia, die im Alter von 15 Jahren im Wochenbett an einer postoperativen Blutvergiftung verstarb.

Das taubstumme Mädchen stammte aus einer armen Familie und genoss hier wenig Unterstützung. Glücklicherweise konnte sie eine Schule für Taubstumme besuchen. Diese musste sie jedoch verlassen, als die durch einen Mitschüler verursachte Schwangerschaft offenbar wurde. Auch ihre eigene Familie versagte ihr nun jede Unterstützung. Sie wurde von der Mutter des Kindsvaters aufgenommen, die selbst als Witwe mit drei Kindern kaum das Nötigste zum Überleben hatte.

Nach dem Kaiserschnitt im staatlichen Krankenhaus kam es zur Entzündung im Bauchraum und zu einem Wochenbettfieber, das mangels Antibiotika dort nicht adäquat behandelt wurde. Für die Behandlung fehlte Natulinda das nötige Geld für die Antibiotika.

Die Schwiegermutter brachte schließlich, leider viel zu spät, die Patientin in das Lubaga-Krankenhaus, um sie dort antibiotisch behandeln zu lassen. Als Notfall wurde die Patientin dort aufgenommen, obwohl sie nicht bezahlen konnte (eine Krankenversicherung gibt es in Uganda nicht). Trotz der Gabe von teuren Antibiotika und mehrfachen Bauchoperationen innerhalb von vier Wochen, verstarb die Patientin jedoch am 18. Juli 2016.


40 % der Behandlungskosten von umgerechnet 1500 € übernahm der PPF, 20 % wurden von kirchlicher Seite übernommen und die restlichen 40 % mussten vom Krankenhaus anderweitig gedeckt werden.

Das Schicksal von Natulinda zeigt, wie wichtig die Hilfe für medizinische Versorgung in Uganda ist.

 

Wir danken Ihnen für die reiche Unterstützung der Türkollekte vom 09. Oktober. Die Gemeinde St. Anna–St. Raphael hat einen Betrag von 613.- Euro erzielt.

 

Dafür sagen wir herzlich „Danke!“ und „Vergelt's Gott!“

Ihr Arbeitskreis Mission-Entwicklung-Frieden

  

 

 

 

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